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    • Darmstadt: 18.10.2017 10:50
      Long Beach: 18.10.2017 01:50

  • Zurück in Deutschland

    Jetzt bin ich schon fast 3 Wochen wieder in Deutschland und habe so viel zu tun, dass mir Long Beach kaum fehlt. Nur das deutsche „Sommerwetter“ macht mich auf den Wetterbericht von Long Beach neidisch… konstante 28-30° für die gesamte Woche. Die Wetteranzeige hier auf dem Blog hat zwar auch recht, aber bedenkt, dass sie zu deutscher Tageszeit das Wetter nachts in Amerika anzeigt, wo es üblicherweise kühler und bewölkt ist.

    Hier noch das letzte Foto, das ich von Long Beach aus dem Flieger aufgenommen habe:
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    Die knapp 10 Monate in Long Beach waren mit die beste Zeit meines Lebens und ich habe zum Glück viele Erinnerungen gespeichert (und natürlich auch Fotos geschossen, wenn mein Gedächtnis mal nicht mehr so gut ist). Damit ist dann auch der Blog hier erstmal zu Ende, vielleicht gibt es noch kleinere Updates oder neue Fotos in der Galerie.

    Long Beach, wir werden uns wiedersehen!

    Abschied

    Die Koffer sind gepackt, das Auto seit 3 Wochen verkauft, das Bankkonto gekündigt und ich habe mich von allen verabschiedet. In 2 Stunden geht es los zum Flughafen und dann heißt es: good bye Long Beach! Vorhin war ich noch ein letztes mal am Strand, auf dem Pier von Long Beach und in Downtown, um mich von meiner zweiten Heimatstadt zu verabschieden. Es war eine wirklich tolle Zeit hier und ich werde die USA, Kalifornien und vor allem Long Beach und L.A. vermissen. Hoffentlich dauert es nicht zu lange, bis ich wieder hier bin. Der Abscheid ist nicht leicht.

    Aber natürlich freue ich mich auch auf Deutschland und auf euch alle! Ich bin gespannt darauf zu sehen, was sich zu hause alles verändert hat. Bis sehr bald!

    Good bye Long Beach!

    I love Long Beach

    Hawaii

    Welche amerikanische Großstadt liegt Hawaii am nächsten? Richtig, Los Angeles mit immerhin „nur“ 5 1/2 Stunden Flugzeit. Und wo ich schon mal für längere Zeit hier bin, warum sollte ich nicht auch die Gelegenheit wahrnehmen und für ein paar Tage nach Hawaii fliegen? Da leider niemand anderes Zeit oder Geld hatte, bin ich alleine für 4 Tage auf die Hauptinsel Oahu geflogen. Mein Hotel lag im Touristenzentrum Waikiki von Honolulu, wo ein Hotelhochhaus neben dem anderen steht. Ich bin mittags angekommen (dank 3 Stunden Zeitverschiebung zu LA, nach Deutschland sind es 12) und bin mit meinem Mietwagen vom Flughafen ins Hotel gefahren, was keine Viertelstunde gedauert hat. Nach dem Einchecken habe ich erstmal Waikiki und den so berühmten Strand angeschaut. Hier wimmelt es nur so von Touristen und es it kaum ein Platz am Strand zu finden, um sein Handtuch auszubreiten. Auch im Wasser drängeln sich die Schwimmer und Surfer. Nachdem ich dann doch einen freien Platz am sehr schmalen Strand gefunden hatte (nichtmal 10m ist hier der Strand breit), konnte ich erstmal für ein ein paar Minuten die Sonne genießen, bis eine hohe Welle mein Handtuch und mich überspült hat. Toller erster Eindruck vom Hawaiianischen Pazifik 😀

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    An den nächsten drei Tagen bin ich immer recht früh aufgestanden, um nicht den Rythmus von Los Angeles zu verlieren und weil ich auch am Montag um 7:00 morgens zur Lost Offroad Tour abgeholt wurde und dafür fit sein wollte. Die Tour ging 5 Stunden mit einem Hummer und 4 anderen Lost-Fans vorbei an unzähligen Film-Locations (Jurassic Park, Pearl Harbor, 50 erste Dates, Ich, Du und der Andere…) und natürlich an die Schauplätze der besten Fernsehserie überhaupt: Lost! Die meiste Zeit sind wir über eine private, riesengroße Ranch gefahren, auf der die meisten Drehorte zu finden waren. Ohne die Tour hat man hier keinen Zutritt, alleine deshalb hat es sich schon gelohnt. Auch die grandiose Landschaft von Hawaii hätte ich ohne die Tour nicht so richtig zu sehen bekommen. Die 139 Dollar waren eine gute Investition 😉 Und unser Tour-Führer, auch ein absoluter Lost Fan, konnte so viele Details erzählen und hat immer wieder interessante und freakige Diskussionen zur Serie gestartet.

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    Alleine bn ich längere Zeit an der Nordküste unterwegs gewesen und ich bin sogar für fast 2 Stunden einen einsamen Pfad an der Küste entlang gewandert. Im Winter ist der North Shore das Surfer Mekka der Welt, aber momentan im Sommer sind hier keine 20m Wellen mehr. Die Nordküste ist aber trotzdem sehenswert, vor allem weil es hier alles viel „ländlicher“ zugeht als im hektischen Honolulu, das mich sehr stark an Los Angeles erinnert hat. An der Nordküste findet man traumhafte Strände, die zwar nicht alle so einfach zugänglich sind, aber durch Tipps im Internet findet man die öffentlichen Zugangswege. Auf Hawaii gibt es keine Privatstrände, jeder hat das Recht rund um die Inseln an den Strand zu gehen. Und weil das manchmal nur durch versteckte Pfade zwischen den Häusern geht, ist man mit etwas Glück ganz alleine am Strand, so wie ich an meinem letzten Tag. Ich hatte den ganzen Strand für mich alleine, nur im Meer sind einige Schildkröten geschwommen und auch kurz immer mal wieder an Land gekommen. Natur pur!

    Dank meines Reiseführers war ich bestens informiert, wo es was auf der Insel zu sehen gibt. So war ich am letzten Tag auf dem Diamond Head Crater, einem erloschenen Vulkan. Hier kann man einen recht steilen Pfad einige Kilometer hochwandern und oben angekommen hat man einen tollen Ausblick über Honolulu. Und einen kleinen Kindheitstraum konnte ich mir auch verwirklichen: auf der Dole Plantation (die Firma, die Ananas und andere Früchte in Dosen verkauft) gibt es das größte begehbare Hecken-Labyrinth der Welt! Aber schon beim reingehen bekommt man eine Karte, falls man den Weg nicht mehr findet. Das macht das ganze etwas weniger spannend, toll war es trotzdem.

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    Die 4 Tage Hawaii haben sich auf jeden Fall gelohnt, die Insel und ihre Strände sind traumhaft schön, fast noch besser als Laguna Beach 😉 Laut Reiseführer soll man sich auch die anderen Inseln anschauen, aber dazu hat meine Zeit und das Geld nicht mehr gereicht. Trotzdem war es ein super Erlebnis. So nah war ich noch nie am Äquator und auch noch nie so weit weg von Deutschland (mehr als 12.000 km, als quasi auf der anderen Seite der Welt). Das Wetter hat auch gut mitgespielt, am Meer war es fast immer sonnig, nur teilweise etwas bewölkt. Im Inselinneren fangen sich die Wolken an den hohen Bergen und daher kam es auch öfters zu Regen, der mich aber nicht gestört hat, weil ich das Gebiet nur durchfahren habe. Mit dem Auto ist die Insel sehr bequem und schnell zu erkunden, in nur 40 Minuten kommt man vom südlichen Honolulu an die Nordküste. Wer also einmal mit dem Gedanken spielt nach Hawaii zu fliegen: tut es auf jeden Fall! Ihr werdet es nicht bereuen 😉

    Las Vegas & World Pool Masters

    Das letzte Wochenende, an dem Philipp noch hier war, stand fast komplett unter dem Zeichen des Sports. Genauer: Billard (oder wie man es hier schreibt: Billiard). Wir sind Samstags nach Las Vegas zu den World Pool Masters gefahren, die im Riviera Hotel das gesamte Wochenende über stattfanden. Im gleichen Hotel haben wir auch übernachtet, wobei wir einmal das Zimmer gewechselt haben. Am ersten Abend haben wir Bettwanzen in unseren Betten entdeckt und uns natürlich bei der Hotelleitung beschwert, die uns dann auch ein neues Zimmer ohne blutsaugendes Ungeziefer gegeben hat.

    Für den Trip haben wir uns ein Auto gemietet, weil bei meinem Golf die Klimaanlage nicht funktioniert und wir für die lange Strecke (immerhin 460km) ein zuverlässiges Auto brauchten. Ohne Klima wären wir ziemlich fertig gewesen nach der Fahrt, in der Wüste waren es zwischenzeitlich 40°C und in Las Vegas immerhin noch 38°C. Wir sind am Samstag gerade rechtzeitig zur ersten Turnier-Session um 14:00 angekommen und haben die Partien des Viertelfinals Niels Feijen vs. Tony Drago, Ralf Souquet vs. Ruslan Chinakhov und Darren Appleton vs. Raj Hundal gesehen. Unsere Favoriten Tony und Ralf sind dabei ins Halbfinale eingezogen 🙂 Abends sind wir dann etwas den Strip mit all den großen Kasinos abgelaufen und haben uns das Venetian von innen angeschaut. Dort gibt es im ersten Stock eine Einkaufspassage mit künstlichen Kanälen, auf denen man sich in Gondeln herumfahren lassen kann. Die Decke ist wie ein Himmel gestrichen und so beleuchtet, dass man tatsächlich das Gefühl hat sich am hellichten Tag draußen in Venedig zu befinden.

    Am Sonntag hatten wir Tickets für alle Spiele des Turniers und haben die letzten Viertelfinals, die Halbfinals und das Finale gesehen. Gewonnen hat Darren Appleton aus England, Tony und Ralf sind beide im Viertelfinale ausgeschieden. Auch unsere mitgebrachte Deutschlandfahne konnte nicht helfen 😉 Nach den Spielen haben wir dann noch Fotos mit den beiden gemacht und sind ein bisschen ins Fachgespräch gekommen. Tony ist uns immer wieder im Kasino begegnet und hat ein kurzes Schwätzchen mit uns gehalten. Abends haben wir ihm dann erzählt, dass wir in eine Poolhall fahren, um selbst mal etwas zu spielen. Er wollte dort auch hin, hat aber keinen Führerschein, also ist Tony Drago, einer der weltbesten Billard- und Snookerspieler, bei uns im Auto mit in die Poolhall gefahren und hat uns beim Spielen zugeschaut 😀 Am Tisch neben uns waren noch zwei andere Profis vom Turnier, die für den nächsten Tag trainiert haben. Eine der Schiedsrichterinnen beim Turnier war übrigens Michaela Tabb, die aus den Snooker-Übertragungen auf Eurosport bekannt ist.

    Montags ging es dann wieder zurück nach Long Beach. Vorher sind wir noch einmal durch das Convention Center vom Riviera gelaufen, wo über 200 Billardtische für ein USA-weites 8-Ball Turnier aufgestellt waren. Das Turnier lief schon das ganze Wochenende und bei unserer Ankunft waren wir erst einmal überrascht tausende von Billardspieler im Hotel zu sehen. Laut Auskunft eines Veranstalters haben 5000 Spieler an dem Turnier teilgenommen, so viele Queues und Tische habe ich noch nie vorher auf einem Fleck gesehen 😀 Und natürlich haben auch viele Firmen das Turnier genutzt und eine kleine Messe veranstaltet, auf der sie ihr Billardzubehör verkauft haben. Auf der Rückfahrt machten wir noch am bekannten Las Vegas Schild Halt, um Fotos zu schießen. Und wen trifft man dort mitsamt Kamerateam? Konny Reimann, der Texas-Auswanderer von RTL. Er war sehr kurz angebunden und auf die Frage, was er in Las Vegas so macht, hat er bloß „Golf spielen“ geantwortet.

    Das Wochenende hat viel Spaß gemacht und war vorerst mein letzter Trip nach Las Vegas. So schnell muss ich dort nicht wieder hin, das Wetter ist im Sommer einfach kaum auszuhalten. Die Luft ist viel zu trocken (9% Luftfeuchtigkeit an dem Wochenende) und dazu ist es viel zu heiß. Deshalb haben wir auch die meiste Zeit im Hotel verbracht und lieber Billard geschaut 😀

    Erdbeben

    Gerade vor wenigen Minuten habe ich hier mein erstes Erdbeben richtig mitbekommen. Und es war gleich ein heftiges mit einer Stärke von 5.0! Ich saß am Schreibtisch und auf einmal fängt ein grollen und ruckeln an, was ich für einen schweren Lastwagen gehalten habe. Das Rütteln wurde aber immer stärker und auf einmal haben die Wände, mein Schreibtisch, mein Schrank und mein Stuhl angefangen zu wackeln und alle Sachen im Schrank sind hin und hergerutscht. Nach wenigen Sekunden war es dann vorbei und wir sind erstmal alle auf die Straße gerannt, nicht dass uns noch das Haus auf den Kopf fällt bei einem Nachbeben. Es kam aber keins mehr und laut Fernsehen gab es auch noch keine größeren Schäden. Mal schauen was morgen die Nachrichten sagen.

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    Malibu und Santa Barbara

    Man könnte uns als Sensationstouristen bezeichnen, aber es war ein Zufall, dass gerade an dem Tag, an dem wir nach Santa Barbara gefahren sind, dort heftige Waldbrände getobt haben. Und es blieb auch kein anderer Tag für Santa Barbara übrig, weil es am Wochenende nach Las Vegas ging und Philipp danach schon wieder nach Deutschland zurückflog.

    Auf dem Hinweg nach Santa Barbara sind wir durch Malibu gefahren, das sich 33 km lang am Pazifik erstreckt und wohl vor allem durch die Fernsehserie Baywatch weltbekannt ist. Wir sind den Pacific Coast Highway durch Malibu gefahren, entlang der Küste vorbei an hunderten Traumhäusern und auch dem Anwesen der Scientology of Malibu. Nach ca. 2 Stunden hatten wir Santa Barbara erreicht, das wir schon von weitem an den Rauchsäulen erkennen konnten. Man hat zwar die Feuer weit weg in den Bergen gesehen, in der Stadt schien aber alles normal zu sein. Bis auf einige Bewohner, die mit Atemschutzmasken herumgelaufen sind.

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    In Santa Barbara haben wir uns das alte Gericht angeschaut und sind dort auf einen Turm hochgestiegen, von dem man eine tolle Aussicht über die gesamte Stadt hat. Santa Barbara ist eine wirklich hübsche und gepflegte Stadt, kein Vergleich zu Los Angeles. Im Stadtkern sind viele Häuser im spanischen Stil gebaut und auch noch einige alte Häuser aus den Anfängen der Stadt vorhanden. Nach einem Mittagessen auf dem Pier ging es weiter zur University of California Santa Barbara und dem direkt daneben gelegenen Ort Isla Vista. Hier leben ca. 18.000 Studenten in einer kleinen Stadt für sich und hier soll es auch die legendären Studentenpartys geben, wie man sie aus zahlreichen Filmen kennt. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir schon tagsüber bekommen 😉 Isla Vista liegt direkt am Pazifik, Treppen führen die Steilküste runter zu einem schmalen Strand und bei unserem Besuch waren auch zahlreiche Surfer im Wasser.

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    Auf dem Rückweg ging es den Freeway im Inland zurück mit einem Stop in der Outlet Mall in Camarillo. Die Mall ist riesig aber durch geschicktes Fast-Shopping haben wir nicht zu viel Zeit vertrödelt 😉

    Santa Barbara war den Besuch auf jeden Fall wert, die Staus auf dem Freeway kann man dafür in Kauf nehmen. Wer noch ein Auslandssemester in den USA machen möchte und nicht partyscheu ist, der sollte auf jeden Fall an die UCSB gehen und nach Isla Vista ziehen 😉

    Venice, Beverly Hills und University of Southern California

    Los Angeles ist schon beeindruckend und sehr vielseitig. Da läuft man in Beverly Hills den Rodeo Drive entlang und an der nächsten Straßenkreuzung steht Heidi Klum und macht Fotoaufnahmen. Genau so war es heute, als ich alleine einen Trip nach Venice, Beverly Hills und an die private University of Southern California gemacht habe. In Venice bin ich die Kanäle entlang gelaufen, von denen der Stadtteil seinen Namen bekommen hat. Wenn ich mal zu viel Geld habe, werde ich mir hier mein drittes Haus kaufen (nach dem ersten in Beverly Hills und dem zweiten in Laguna Beach). Hier ist es ruhig, etwas eng aber wunderschön und fast jedes Haus hat sein eigenes kleines Ruderboot vor der Terrasse liegen. Der Strand ist nur 10 Minuten entfernt und auch der Venice Beach Walk mit den öffentlichen Sportanlagen (inkl. Open-Air Fitnessstudio) ist nicht weit.

    Der nächste Stop war Beverly Hills, wo ich auf dem Rodeo Drive mit all seinen Nobelgeschäften spazieren war. Wie schon erwähnt war hier auch Heidi Klum und hat Modeaufnahmen gemacht. Fotos davon gibts in der Galerie, hier auch noch ein Video in HD:

    Zum Schluss, nach einer langen Fahrt durch den Berufsverkehr in Los Angeles, bin ich an der University of Southern California angekommen. Der Campus ist fast noch schöner als unser Campus in Long Beach. Direkt neben der Uni liegt das Los Angeles Coliseum, wo 1932 und 1984 die Olympischen Spiele stattfanden. Hier finden auch die Football-Spiele der USC Trojans und die Baseballspiele der Los Angeles Dodgers statt. Wenn ich noch Zeit finde, will ich auch versuchen zu so einem Spiel zu gehen, um das riesige Stadion mal von innen zu sehen.

    Auf dem Rückweg war immer noch Berufsverkehr, so dass ich doppelt so lange zurück gebraucht habe als normalerweise. Auch die 7 Spuren auf dem Freeway haben nicht gereicht, um allen Autos genug Platz zu bieten. Fotos von meinem Ausflug sind wie immer in der Galerie.

    Update:
    Auch People.com hat einen Bericht über Heidi Klum:

    People.com

    Hoover Dam und Grand Canyon

    Letztes Wochenende war ich mit Kamill und Alex für zwei Nächte in Las Vegas. Einen Tag davon sind wir über den Hoover Dam zum Grand Canyon gefahren. Die 200km Fahrt (einfach) hat ca. 4 Stunden gedauert, da es etwa die Hälfte der Strecke über kleine Straßen durch winzige Ortschaften, bzw. Häuseransammlungen in der Wüste, ging. Die letzten 20 Meilen war die Straße nicht mehr geteert, sondern nur noch eine Staubpiste durch die Wüste. Der Grand Canyon war wahnsinning beeindruckend, allerdings auch die Preise. $30 pro Person, um mit einem Bus vom Parkplatz 5 Minuten zum Canyon gefahren zu werden und noch einmal $30 für den Skywalk (ein U-förmiger Steg aus Plexiglas, der über den Grand Canyon hinausragt). Der Skywalk war schon ein Erlebnis, ich hatte es mir aber besser vorgestellt. Man steht auf dem Steg und kann unter sich in die Tiefe schauen. Da der Grand Canyon aber keine senkrechten Wände hat, fängt nach einigen hundert Metern schon der Fels an, die wahre Tiefe kommt nicht ganz rüber. Eigene Fotoapparate auf dem Skywalk waren verboten, für ein Erinnerungsfoto sollte man noch mal mindestens $30 zahlen. Wir haben aber auch so viele schöne Fotos gemacht, die ihr in der Galerie findet.

    Auf dem Weg ging es über den Hoover Dam, der die Grenze zwischen Nevada und Arizona markiert. Hier wird gerade eine Brücke für den Freeway gebaut, um die Straße über den Damm zu entlasten. Die Brücke ist fast noch beeindruckender als der Damm selbst, wobei der Damm natürlich auch mit seiner enormen Höhe beeindruckt. Nachdem man den Hoover Dam überquert hat, führt der Freeway durch die Wüste von Arizona und man sieht nur vereinzelt ein paar Häuser im Nichts, ansonsten ewig weite Wüstenebenen und Berge am Horizont. Zum Glück hatten wir uns einen Minivan mit Allradantrieb gemietet, mit meinem Golf ohne Klimaanlage wäre die Fahrt kein Spaß gewesen. Vor allem nicht auf der Schotterpiste am Ende. Wir haben uns häufig gefragt, was Menschen dazu treibt, mitten in der Wüste ein paar Häuser aufzustellen und dort zu leben. Und vor allem: gibt es hier eine Kanalisation, woher bekommen sie Wasser und Gas? Aber immerhin haben wir einen Schuppen gesehen, in dem die Feuerwehr ihre Station hat.

    Der Tag war zwar anstrengend aber auch sehr eindrucksvoll. Wir haben über 1000 Fotos gemacht, von denen ich die besten in die Galerie gestellt habe. Wer einmal in Las Vegas ist und tagsüber genug Zeit hat, sollte auf jeden Fall den selben Trip machen!

    Shooting Range – Part 2

    Letzten Mittwoch waren wir ein zweites mal auf der Shooting Range. Dieses Mal haben wir mit der USP, Glock 21 und Ruger P90 geschossen. Hier noch ein Video (klickt auf den „HQ“ Button neben der Lautstärkeregelung, um es in HD anzuschauen):

    Fast & Furious Weltpremiere

    Donnerstag Abend, Universal Studios: Heinrich, Nino, Anja und ich laufen den roten Teppich entlang zum Kino, in dem die Weltpremiere von Fast & Furious, dem vierten Teil der Reihe, stattfindet. Im grellen Scheinwerferlicht, vorbei an einem Haufen Fotografen und Kamerateams, hinter uns Paul Walker und Vin Diesel. Klingt unrealistisch? So war es aber!

    Anja hatte uns ein paar Tage vorher gesagt, dass sie mit Ihrem Jahrespass für den Themenpark in den Universal Studios kostenlos zur Premiere von Fast & Furious komme, inklusive drei Freunden. Wir sind daher am Donnerstag Nachmittag in die Universal Studios gefahren, wo der rote Teppich mit Absperrungen und Plakaten schon aufgebaut war. Dort haben wir dann aber erfahren, dass nur Jahrespassinhaber eine Karte erhalten würden, die vorher eine Einladung bekommen haben, die wir nicht hatten. Also hatten wir uns schon damit abgefunden, den Film nicht sehen zu können und eben nur in der Fanmenge zu stehen. Um halb 7, als die ersten Schauspieler erschienen, ist Heinrich noch mal zur Kartenausgabe gegangen und hat noch 4 Karten kostenlos bekommen, die nicht abgeholt wurden! Mit den Karten konnten wir dann über den roten Teppich laufen und den Film im riesigen Gibson Amphiteater (mehr als 6000 Sitzplätze) sehen. Die beiden Hauptdarsteller kamen als letzte über den roten Teppich und wir haben noch gewartet, um sie auch sehen zu können. Anja hat sogar mit beiden Fotos gemacht.

    Im Kino gab es kostenlos Popcorn und Getränke. Der Film war in etwa so wie der erste, nur teilweise noch unrealistischer. Durch enge Tunnel unter der Grenze zwischen Mexiko und den USA mussten die Fahrer mit ihren getunten Autos Drogen schmuggeln und haben sich Rennen in den Tunnels geliefert. Nach der Vorstellung gab es noch eine After-Show Party, zu der man aber extra Karten brauchte. Anja wollte noch ihr Foto mit Vin Diesel machen, hat ihn angesprochen und er hat sie einfach mit zur After-Show Party genommen, ohne dass sie eine Karte brauchte. Wir drei Jungs waren dann draußen und konnten nicht rein. Als wir auf dem Weg zum Auto waren, hat uns ein Typ angesprochen, der uns für $20 Karten für die Party verkaufen wollte. Nino und Heinrich haben sich eine gekauft, ich war aber zu platt und bin nach Hause gefahren. Auf der Party gab es dann noch kostenlos Essen und Trinken und die Autos aus dem Film waren ausgestellt. Die Hauptdarsteller waren aber nicht mehr dort, dafür einige der Nebendarsteller.

    Es war ein riesen Erlebnis, einmal auf einer Hollywood-Filmpremiere zu sein und selbst im Scheinwerferlicht über den roten Teppich laufen zu dürfen. Und dazu alles noch kostenlos. Der Film startet übrigens am 2.4. in Deutschland. Fotos sind in der Galerie, hier ist noch ein Video von der Premiere: